Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft in NRW
Weltweit größte Organisation
Sie ist mehr als 100 Jahre alt und die größte Wasserrettungsorganisation der Welt: die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die ehrenamtlichen Retter*innen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Leben zu retten, wann immer die Naturgewalt Wasser Menschen zu überwältigen droht. Dafür klären sie auf, bieten Schwimmkurse an, bilden Nachwuchskräfte aus – und engagieren sich im Katastrophenschutz, zum Beispiel bei Hochwasserlagen. Die beeindruckende Leistungsbilanz: Seit der Gründung bewahrten DLRG-Mitglieder hunderttausende Menschen vor dem Ertrinken.
Zwei leistungsfähige Verbände
In Nordrhein-Westfalen verfügt die DLRG gleich über zwei starke Landesverbände: Westfalen ist mit fast 84.000 Mitgliedern der zweitgrößte Landesverband Deutschlands. Der Landesverband Nordrhein, der aus dem ursprünglichen Landesverband Rheinland entstanden ist, zählt 66.200 Mitglieder. Die Landesverbände unterteilen sich wiederum in einzelne Bezirke und schließlich in Ortsgruppen.
Hilfe im, am und um das Wasser
Einsatzbereiche der DLRG im Katastrophenschutz sind alle Aufgaben im, am und um das Wasser: von der Evakuierung von Menschen und Tieren bei Überschwemmungen über Strömungsrettung und Deichverteidigung bis hin zur Suche, Rettung und Bergung von vermissten Personen. Dabei kommt als taktische Einheit der Wasserrettungszug zum Einsatz. Er besteht aus mehreren Teileinheiten verschiedener Fachgruppen und weist eine Gesamtstärke von 48 Einsatzkräften auf. Die einzelnen Komponenten werden von den Ortsgruppen und Bezirken gestellt und sind in die örtliche Gefahrenabwehr eingebunden. Bei mehrtägigen Einsätzen wird in der Regel ein Wasserrettungsverband aus drei Zügen entsendet, um eine 24-Stunden-Einsatzfähigkeit zu erzielen. Zur Unterstützung können zusätzlich Fachberater Wasserrettung angefordert werden.
Mindestausbildung zum Einstieg
Jeder, der volljährig ist, kann sich bei der DLRG im Bereich des Katastrophenschutzes ehrenamtlich engagieren. In die Wasserrettungszüge eingebundene Einheiten besitzen eine einheitliche Mindestausbildung, bestehend aus der Basisausbildung Einsatzdienste, der Helfergrundausbildung Katastrophenschutz, der Ausbildung zum Sanitätshelfer und einer Sprechfunkausbildung. Hinzu kommen Fachausbildungen in folgenden Überkategorien: Einsatz Allgemein, Wasserrettungsdienst, Information und Kommunikation, Strömungsrettung, Boot, Katastrophenschutz (Truppführer, Gruppenführer) sowie Tauchen.
Vorbereitung im „JET“
Bis zur Volljährigkeit können sich die Nachwuchskräfte in der DLRG-Jugend auf spätere Einsätze vorbereiten. Sie hat das Ziel, ihre jugendlichen Mitglieder auf spielerische Art und Weise an die Aufgaben, Ausbildung und Technik der Wasserrettung heranzuführen. Eine wichtige Gruppe bilden dabei die Jugend Einsatz Teams (JET) für Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr. Hier durchlaufen sie erst die Basisausbildung, dann folgen ein Sanitätslehrgang, eine Sprechfunkausbildung und die Ausbildung zum Wasserretter. Zusätzlich lernen die jungen Einsatzkräfte, wie sie sich auf dem Rettungsboot verhalten müssen, wie die Überwachung von Gewässern funktioniert und den korrekten Einsatz von Rettungsgeräten. Ein Einsatz kann zwar erst ab dem 16. Lebensjahr erfolgen – aber Spaß und Zusammenhalt in der Gruppe sind auch vorher schon garantiert.