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Informationen zum Thema "Kunst- und Kultur"

Vernissage und Preisverleihung des Künstler-Forums im Schloss Zweibrüggen

Am 31. August 2025 fand die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung des Künstler-Forums Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg mit den Werken der drei ausgezeichneten Preisträger 2025 statt:
Lukas Moll, Monika Wienges und Eugen Rother. Bürgermeister Oliver Walther hielt eine Ansprache und würdigte die kulturelle Bedeutung des Künstler-Forums für die Stadt. Die Ausstellung ist bis zum 21. September 2025 zu sehen und endet mit einer Finissage und einem Gitarrenkonzert von Veronika Mushkina. Zur Preisverleihung erschien auch ein Katalog zur Ausstellung.

Informationen zu den drei Preisträgern:

Lukas Moll

Der erste Preis geht nicht an einen etablierten, sondern an einen ganz jungen Künstler. Somit wird auch dem Anspruch des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen Rechnung getragen, junge Künstler zu fördern. Dabei ist Lukas Moll kein Unbekannter auf dem Kunstmarkt, er führte bereits einige viel beachtete Ausstellungen durch und zeigte seine Werke auf Messen. Mit Blei- und Buntstiften und Acryl- und Ölfarben bringt er seine
Kompositionen auf Papier, Leinwand oder Holz. Lukas Moll arbeitet in sorgfältig geplanten Serien. Er überlegt mögliche Motive, entwirft die Atmosphäre, und erst, wenn die gesamte Reihe vor seinem geistigen Auge steht, setzt er sein Vorhaben in einer kurzen, konzentrierten Phase der Malerei um.

Lukas Moll wuchs in Aachen auf und präsentierte 2015 mit 21 Jahren seine erste Ausstellung. Sie war äußerst erfolgreich, sowohl was den Verkauf als auch was die positiven Reaktionen der Besucher betraf, und dies ließ ihn den Entschluss fassen, sein berufliches Leben als freischaffender bildender Künstler zu gestalten. Seit 2021 lebt er in Köln.


Monika Wienges

Monika Wienges ist in Aachen geboren. Sie interessierte sich bereits als Mädchen für die Kunst und schnell stand fest, dass sie Kunst studieren wollte. Auf ihr Studium bereitete sie sich bei Peter Hodiamont vor und
studierte zunächst an der Aachener FH Design bei Professor Ernst Wille, dann an der Kunstakademie
Düsseldorf bei Professorin Karin Rissa Freie Kunst und Malerei, bei Professor Walter Nikkels Typographie und bei Professor Franz Eggenschwiler Freie Grafik.

Künstlerische Entwicklungen, welche die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Ich und die menschliche Seele in den Mittelpunkt des Schaffens gestellt haben, üben seit jeher eine besondere Anziehungskraft auf den Kunstbetrachter aus, sucht doch ein jeder das eigene Ich zu erkennen. Mit feinen Sinnen Erspürtes und kraftvoll Gedeutetes bilden einen Spannungsbogen, den die Künstlerin in ihrer im Bild realisierten Botschaft vermittelt. Ein ganzer Kosmos entsteht in ihren Werken der „menschlichen“ Figur. Monika Wienges ist bemüht, in ihren Arbeiten eine Ausgeglichenheit von Komposition, Farbe, Textur, eine Harmonie zwischen Licht und Dunkel, Dynamik und Geduld, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion zu erreichen, ohne die Spannung aus den Augen zu verlieren. Mit der Herzlichkeit ihrer Erzählweise bietet die Künstlerin Unerwartetes und ihre originellen Kombinationen und Bildfindungen reizen mit ihrer Situationskomik zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken über allgemein Menschliches. Oft geht sie einen Schritt weiter und mit ihren satirischen, entlarvenden Bildern übt sie mit den Mitteln der Komik Kritik.


Eugen Rother

Beeinflusst durch sein Elternhaus malt Eugen Rother seit er denken kann. Großen Eindruck machten dann später während des Studiums die „Neuen Wilden“ und die „Informelle Malerei“ auf ihn. Heute hat er sein
Repertoire erweitert und mischt verschiedene Techniken wie Collage, Fotografie, Malerei, Installationen sowie Text.

Ihn interessiert dabei das Aufeinandertreffen höchst unterschiedlicher Welten und das Neue, was daraus
entsteht. Das Wort „Interesse“ ist der Schlüssel dafür. Es bedeutet „dazwischen sein“. Die Trennungslinie wird so zum verbindenden Element, das Gegenteil einer Grenze. Dort ist es interessant. Die Verknüpfung von scheinbar nicht zu vereinbarenden Fundstücken, Worten, Texten, Bildern und Gedanken setzt er mit den
unterschiedlichsten Mitteln um. Sie werden in neue Beziehungen zueinander gesetzt und so zu
überraschenden Bildaussagen verschmolzen, was eine Fülle von Assoziationen beim Rezipienten hervorruft. Die Werktitel sind hier sehr wichtig. Inhaltlich geht es um Themen, wie Herkunft, Heimat, Krieg, Leid, Religion, Macht, Leben und Tod.


Finissage am 21. September 2025

Die Ausstellung mit Werken der drei Preisträger wird bis einschließlich 21. September 2025 zu sehen sein. Zum Ende der Ausstellung, zur Finissage, gibt es am 21. September um 16 Uhr ein Gitarrenkonzert von
Veronika Mushkina. Sie spielt unter anderem Werke von Rodrigo, Turina und Dowland. Der Eintritt ist frei.

Veronika Mushkina wurde 1993 in Nischni Nowgorod (Russland) geboren und begann ihre musikalische
Ausbildung im Alter von fünf Jahren im Klavierunterricht. Ab dem Alter von zehn Jahren wechselte sie zur
klassischen Gitarre. Sie machte 2023 ihren Master an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Sie ist Preisträgerin von internationalen Wettbewerben und gibt derzeit Solo-, Duo- und Quintettkonzerte in ganz
Europa.

Praktische Informationen:

Ausstellungstitel: „KÜFO-Preisverleihung“; Ausstellung von Werken der drei Preisträger 2025

Laufzeit: 31. August – 21. September 2025 in Schloss Zweibrüggen, 52531 Übach-Palenberg

Finissage: 21. September 2025, mit einem Gitarrenkonzert von Veronika Mushkina um 16 Uhr

Adresse: Künstler-Forum für bildende Kunst Schloss Zweibrüggen e.V., Zweibrüggen 40, 52531
Übach-Palenberg

Öffnungszeiten Ausstellung: Sonntags 11 - 18 Uhr und Mittwochs 17 - 19 Uhr, Eintritt frei




Online-Beratungsprogramm Kultur hilft Kultur für Künstlerinnen und Künstler, die aus der Ukraine geflüchtet sind

Bis Ende Dezember 2022 erhalten Künstlerinnen und Künstler, die seit Februar aus der Ukraine nach NRW geflohen sind, fachspezifische Unterstützung. Das Beratungsangebot ist ebenfalls für in NRW ansässige Künstlerinnen und Künstler zugänglich, die bereits mit ukrainischen Geflüchteten künstlerisch kooperieren oder diese bei der Vernetzung in der Kulturlandschaft NRW unterstützen. Es werden kostenlose Webinare und Telefonsprechstunden angeboten. Informationen und Anmeldung unter https://kultur-hilft-kultur.de/webinars/

Weitere Informatinen zum Thema "Hilfe für ukrainische Flüchtlinge" erhalten Sie hier.