Deutsche Rote Kreuz in NRW
Auf alle Notlagen vorbereitet
Viele Talente und eine Idee: Menschen in Not helfen. Daran orientiert sich die Internationale Rotkreuzbewegung seit ihrer Gründung durch den Schweizer Henry Dunant im Jahre 1863. Gemäß diesem Motto sind die Rotkreuzler*innen in Deutschland auf alle Notlagen vorbereitet. Neben häuslicher Pflege, Wohlfahrt- und Sozialarbeit oder Blutspendedienst nimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) über 50 Prozent des Rettungsdienstes wahr. Auch bei Großschadenslagen und im Katastrophenschutz ist die Hilfsorganisation starker und bewährter Partner für die öffentliche Gefahrenabwehr.
Zwei Verbände in einem Bundesland
In NRW teilt sich das Rote Kreuz in die beiden Landesverbände DRK Nordrhein und DRK Westfalen-Lippe sowie 67 Kreisverbände auf. Beide Verbände können beeindruckende Zahlen vorweisen: Während das DRK Nordrhein derzeit rund 183.000 Mitglieder zählt (160.000 Fördermitglieder, 15.500 ehrenamtliche Helfer*innen, 7.500 Jugendrotkreuzler*innen), sind es beim DRK Westfalen-Lippe rund 219.000 Mitglieder (191.500 Fördermitglieder, 20.300 ehrenamtliche Helfer*innen, 7.200 Jugendrotkreuzler*innen). „Mit seinen über 400.000 fördernden Mitgliedern, ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierten leistet das DRK in NRW wertvolle Dienste für den Zusammenhalt und das Wohlergehen der Menschen in unserem Land“, unterstreicht Frank Langer, Landesbereitschaftsleiter des DRK-Landesverbandes Nordrhein.
Aktiv zu Lande, zu Wasser und in der Luft
Tritt der Ernstfall ein, sind die Katastrophenschützer*innen vom Roten Kreuz auf zahlreichen Ebenen im Einsatz: Sie versorgen Verletzte bei (Groß-)Veranstaltungen und Verkehrsunfällen, kümmern sich um die psychosoziale Betreuung von Menschen, stellen Notunterkünfte und Mahlzeiten bereit oder betreiben mobile Blutspendezentren. Sind Menschen verschollen oder verschüttet, stehen die Rettungshundestaffeln bereit. An Seen, Flüssen, im Schwimmbad oder am Meer kommt die DRK-Wasserwacht zum Einsatz, in unwegsamen Waldgebieten, auf Wanderwegen oder in Höhlen die Bergwacht. Außerdem hilft das Rote Kreuz nach Kriegen und Katastrophen bei der Suche von Angehörigen.
So viel Ehrenamt wie gewünscht
„Die Möglichkeiten, ehrenamtlich beim DRK mitzumachen, sind so vielfältig wie das Rote Kreuz selbst“, erläutert Tanja Knopp, Landesrotkreuzleiterin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. „Mitmachen kann jeder, der anderen helfen will. Niemand braucht Vorkenntnisse, denn wir schulen alle, die sich engagieren möchten. Wer schon Erfahrungen hat, kann sein Wissen bei uns vertiefen und sich spezialisieren.“ Aktive Mitglieder haben die Möglichkeit, das Rote Kreuz mitzugestalten. Aber auch Menschen, die über wenig Freizeit verfügen, sind willkommen. Sie können sich zeitlich begrenzt für ein Projekt engagieren oder spontan einspringen, wenn bei Sturm- oder Flutkatastrophen viele helfende Hände gebraucht werden.
In die Aufgabe hineinwachsen
Für Nachwuchskräfte steht das Jugendrotkreuz (JRK) als eigenständiger Verband zur Verfügung. Hier engagieren sich junge Mitglieder im Alter von sechs bis 27 Jahren für die Themen Gesundheit, Umwelt, Frieden und internationale Verständigung. Sie organisieren internationale Begegnungen, begleiten Ferien-Freizeiten und betätigen sich als Schulsanitäter oder Streitschlichter. Ganz nebenbei wachsen sie so in die Aufgabengebiete der Organisation hinein und tragen auch im Erwachsenenalter dazu bei, den Rotkreuz-Gedanken weiterzuleben. „Unsere Engagierten sind Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, unterschiedlicher Hautfarbe, Religion und mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten“, erläutert Tanja Knopp, „aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie helfen Menschen in Not.“