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Johanniter-Unfall-Hilfe in NRW

Gelebte Nächstenliebe

In der jahrhundertealten Tradition des evangelischen Johanniterordens haben es sich die Johanniter zur Aufgabe gemacht, hilfebedürftige Menschen zu unterstützen. Entsprechend breit gefächert sind die Aufgabengebiete – sie reichen von der Kinder- und Jugend-Arbeit über soziale Dienste wie den Hausnotruf bis hin zur Notfallrettung. Im Katastrophenschutz wollen die Johanniter betroffenen Menschen die schnellste und bestmögliche Rettung, medizinische Versorgung, Unterkunft und Verpflegung bieten, zum Beispiel bei Evakuierungen. „Wir Johanniter sind wie eine große, hilfsbereite Familie und nehmen Nächstenliebe ernst“, schildert Udo Schröder-Hörster, Landesvorstand NRW, die Motivation. Zugleich reagiert die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) stets auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen der Zeit: „Unsere Leistungen sind innovativ, nachhaltig und von höchster Qualität.“

Sieben Jahrzehnte Johanniter NRW

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen ist mit rund 5000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, mehr als 8000 ehrenamtlich Aktiven, der Johanniter-Jugend NRW sowie rund 420.000 Fördermitgliedern der größte von neun Landesverbänden und mit 15 Regionalverbänden in ganz NRW präsent. Aus den Anfängen in der Erste-Hilfe-Ausbildung und im Sanitätsdienst entwickelte sich eine der größten Hilfsorganisationen in Europa: Die Johanniter engagieren sich in der Gegenwart vor allem im Rettungs- und Sanitätsdienst, in der Pflege älterer Menschen und der Erziehung junger Menschen in ihren Kitas. Im Rahmen der Corona-Pandemie ist die Organisation bei Testung und Impfung aktiv.

Eingespielte Teams

Im Katastrophenfall ist die Johanniter-Unfall-Hilfe in Nordrhein-Westfalen mit 27 Einsatzeinheiten, ungezählten Fahrzeugen, dutzenden hauptamtlichen Kräften sowie mehr als 2000 ehrenamtlichen Helfer*innen im Einsatz. Die Aktiven sind dabei verschiedenen eingespielten Einsatztruppen zugeteilt, die jeweils eine definierte Aufgabe übernehmen, ob in den Einsatzeinheiten NRW, den Schnell-Einsatz-Gruppen, im Führungstrupp, bei den Einheiten Psychosoziale Notfallversorgung oder bei den Behandlungs- und Betreuungsplätzen. Die Johanniter organisieren die Erstversorgung und den Transport verletzter Menschen, sie versorgen und betreuen Betroffene und ihre Angehörigen und unterstützen die Einheiten mit Technik, Kommunikation und Feldküchen. In NRW können sie außerdem auf die Sondereinheiten Rettungshunde, Einsatzmotorräder, UNIKE und gegebenenfalls Drohnen zurückgreifen.

Hoch qualifiziert und spontan einsetzbar

Das Fundament im Bevölkerungsschutz der Johanniter bilden die professionell ausgebildeten ehrenamtlichen Helfer*innen. Neben dem „klassischen“ Katastrophenhelfer, der viel Freizeit in Ausbildung und Übungen steckt, gibt es heutzutage zwei weitere Freiwilligentypen: aktive Unterstützer, die sich als „Helfer*innen in der Reserve“ zur Verfügung stellen wollen, sowie die vollkommen ungebundenen Spontanhelfer*innen, die lediglich eine Kurzschulung brauchen. Viele der Ehrenamtlichen steigen niederschwellig mit einem Erste-Hilfe-Kurs ein und können Sanitätswachdienste bei Konzerten oder Sportereignissen leisten. Wer möchte, bildet sich gemäß den eigenen Interessen fort und lernt beispielsweise Führungsaufgaben im Katastrophenschutz zu übernehmen.

Verantwortung lernen

Kinder und Jugendliche können sich in der Johanniter-Jugend, dem JUH-Jugendverband, engagieren. Außerdem bietet die Johanniter-Jugend Schulsanitätsdienste an. „Wir sprechen Schüler*innen als Nachwuchskräfte an, die mitmachen und mitentscheiden wollen“, erklärt Udo Schröder-Hörster. „Bei den Johannitern lernen sie nicht nur Erste Hilfe und wie sie anderen Menschen helfen können, sondern übernehmen auch Verantwortung in der Gruppe, vernetzen sich mit Jugendlichen aus ganz Deutschland und haben Spaß in der Gemeinschaft.“