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Wettbewerb »abpflastern«: Stadt Übach-Palenberg ruft zur Beteiligung auf

Wettbewerb „abpflastern“: Stadt Übach-Palenberg ruft zur Beteiligung auf

Die Stadt Übach-Palenberg setzt sich aktiv dafür ein, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere der Umgang mit zunehmender Hitzebelastung, Starkregenereignissen und Hochwassergefahren. Mit dem Wettbewerb „abpflastern“ möchte die Stadt Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, versiegelte Flächen zurückzubauen und so einen konkreten Beitrag zur Klimaanpassung vor Ort zu leisten.

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen sowie Einrichtungen herzlich ein, sich am Wettbewerb zu beteiligen und Übach-Palenberg gemeinsam grüner und klimaresilienter zu machen.

Was ist abpflastern?

Beim Wettbewerb „abpflastern“ geht es darum, möglichst viele Flächen zu entsiegeln. Das bedeutet: Pflastersteine entfernen, Asphalt aufbrechen oder sogenannte Schottergärten zurückbauen, sodass die Flächen bepflanzt werden können und Regenwasser wieder versickern kann.

Beim Wettbewerb der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz treten Kommunen ähnlicher Größe in insgesamt drei Ligen gegeneinander an. Zum Saisonende am 31. Oktober 2026 werden die Sieger in jeder Liga ermittelt.

Wer pflastert ab?

Teilnahmeberechtigt sind Privatpersonen, Vereine, Unternehmen sowie Einrichtungen der Verwaltung. Jeder Einzelne kann einen kleinen Beitrag zu einer lebenswerten Kommune leisten.

Warum abpflastern?

Versiegelte Flächen heizen sich stark auf und geben Wärme lange ab. Entsiegelte und begrünte Flächen kühlen dagegen durch Schatten und Verdunstung. Dies verbessert im Sommer das persönliche Wohlbefinden und trägt dazu bei, Hitzebelastungen im Stadtgebiet zu verringern.

Zudem kann Regenwasser vor Ort versickern. Dadurch wird die Neubildung von Grundwasser gestärkt und die Kanalisation bei Starkregen entlastet. So kann Hochwasser und Überflutungen vorgebeugt werden. Begrünte, entsiegelte Flächen schaffen außerdem Lebensräume für Insekten und andere Tiere, deren Lebensräume immer kleiner werden.

Entsiegelungen können sich auch finanziell lohnen: Weniger versiegelte Fläche bedeutet geringere Niederschlagswassergebühren. Nach dem Abpflastern können die entsiegelten Flächen bei der Stadt gemeldet werden.

Wie abpflastern?

Je nach Belag werden unterschiedliche Werkzeuge benötigt. Schottergärten lassen sich oft schon mit Schaufel und Schubkarre zurückbauen. Bei Asphalt oder Pflastersteinen werden beispielsweise Spitzhacke oder Schlagbohrmaschine gebraucht.

Das entnommene Material kann in den entsprechenden Entsorgungsunternehmen abgegeben werden. Danach ist eine Auflockerung des Bodens wichtig, damit dieser durchlüftet wird und Regenwasser versickern kann.

Die entsiegelte Fläche sollte möglichst begrünt werden, um Lebensraum für Tiere zu bieten und Verdunstung sowie Kühlung zu fördern. Wichtig sind standortgerechte, heimische Pflanzen, die Nahrung für Insekten liefern. Um Nährstoffe für Pflanzen bereitzustellen, empfiehlt sich die Einbringung neuen Mutterbodens.

Nicht immer kann eine Fläche vollständig entsiegelt werden. Doch auch der Einsatz von Rasengittersteinen an Einfahrten oder Stellplätzen schafft Platz für Vegetation und hilft, Regenwasser lokal versickern zu lassen. Teilentsiegelte Flächen fließen daher beim Wettbewerb „abpflastern“ mit 50 Prozent ins Ranking ein.

Wie kann ich teilnehmen?

Der Zustand der Fläche muss vor Beginn und nach Abschluss der Maßnahme dokumentiert werden. Die Fotos und das ausgefüllte Formular können auf https://www.abpflastern.de/ hochgeladen werden.

Dort gibt es auch weiterführende Informationen zum Thema Klimaanpassung. Die Eintragungen werden vom Projektteam geprüft, in ein Punktekonto umgemünzt und der jeweiligen Kommune gutgeschrieben.